Dauerhafte Haarentfernung: Tipps und Tricks

Wieso ist es so, dass die Haare die man schätzt und pflegt, kämmt und ölt, mehrmals am Tag im Spiegel begutachtet, für die man viel Geld ausgibt, sich eines Tages ausdünnen, schwach und weniger werden oder sogar komplett „ihre Koffer“ nehmen und verschwinden. Eventuell nur zum Teil, an bestimmten Stellen. Oder alle auf Einmal; Ohne „Auf Wiedersehen“ zu sagen! Und das ist der Dankbarkeit für unsere Mühe!

Und die Haare von der 2. Sorte (und die werden den ersten niemals gleichgestellt!) kommen meistens in der Pubertät. Robust, ansässig, treu(!) machen sich überall „breit“ und bleiben…für immer…Für immer?!!!

Wenn man mit der Tatsache, die Haare von der 2. Sorte in der Öffentlichkeit zu präsentieren, nicht einverstanden ist (was wohlgemerkt nicht automatisch bedeutet, dass andere sie nicht sehen wollen;))), muss man etwas investieren. Und nicht nur Geld! Zeit, Schmerzen und Leiden sind der Preis für den Kampf gegen diese zähen Gegner.

Dauerhafte Haarentfernung: Also mit welchen Methoden sind wir denn gewappnet?

Man kann dem „Übel“ mit Rasierers, Epilieren, Wachsen, Sugaring… etc begegnen. Es gibt sicher noch einige Volksrezepte dazu. Diese Methoden zur Haarentfernung können auch die Menge an Haaren im Laufe der Zeit verringern. Oft angewandt, schädigen sie die Haare und können die Haarfollikel zu dem Punkt bringen, an dem es fast nicht mehr wächst. Diese Methoden funktioniert auch nicht bei jedem. Und es geht doch um das ständigen Hin und Her. Die Haare gehen und kommen wieder. Mal früher, mal mit Verzögerung. Wohl behalten und immer noch fit.

– „Hallo,“ sagt manch einer, wir schreiben doch schon das 3. Jahrtausend! Wir (die Menschheit) sind zu Sternen gereist! Und wieso haben wir das, was wir nicht möchten? (also die ungewollten „die Haare“).

Ja! Und so jemand hat dann auch Recht. Die Auswahl der Verfahren kann man heute noch eher bescheiden nennen. Vielleicht ist das die Herausforderung für die nachkommenden Generationen. Welche Methoden haben wir denn wirklich zu unserer Zeit? Es gibt sie, die Epilation mit langzeitigen Wirkung.

Lasern und IPL-Technik

Wenn es noch vor Kurzem ein Verfahren für Schönheitssalons war, ist heute die dauerhafte Epilation domestiziert. Die Selbstbehandlung ist keine Seltenheit mehr, da die modernen Geräte das möglich machen. Die Behandlung bei einem Spezialisten seines Vertrauens gibt manchen dann doch das Gefühl der Sicherheit.

Die Idee für dieser Art der Epilation war buchstäblich erleuchtend. Man kann die Energie des Lichtes, wie bei Lasern und IPL-Technologie für langzeitige Epilation nutzen und mit einer längeren haarlosen Zeit rechnen.

Lasern:

Lasergeräte erzeugen hochenergetische Lichtstrahlen in bestimmten Wellenlängen (Monochrom). Die Behandlung besteht darin, dass kleine Haarpartien mit den Strahlen in gewisser Weise „beschossen“ werden. Die freigesetzte Energie wird dann in Wärme umgewandelt und die Haarwurzen werden damit verödet.

IPL-Technologie (auch Pulslichttechnik oder Blitzlichtlampe genannt):

Die beiden Verfahren brauchen grundsätzlich das Pigment Melanin, das die Energie des Lichtes durch das Haar bis die Haarwurzel leitet. Deshalb wirken die bei dunkleren Haaren, die an Melanin reich sind am besten. Den hellen oder grauen Haaren fehlt das Pigment und die können die Licht-Strahlung nicht absorbieren und die kann dann nicht zu Wurzel durchdringen. Auch Kontrast zwischen Haar- und Hautfarbe ist wichtig. Dunkle Haare und helle Haut sind gute Voraussetzung für diese Methoden der langzeitigen Enthaarung. Bei hellen Haaren oder dunkler Haut wäre es empfehlenswert mit einem leistungsstärksten dermatologischen Laser mit einer Wellenlänge von 1064 nm zu versuchen, so die Fachleute.

Es dauert bis man dem gewünschten Ergebnis nahe kommt. Es liegt an der leitenden Funktion des Haars. Nur die Haare, die in Wachstumsphase sind und schon an der Hautoberfläche hervorkommen, können das Licht fangen und sind auch in der Lage es in der Tiefe zu leiten. Da die Haare sich in unterschiedlichen Phasen ihres Wachstums befinden und ca. 70 Prozent in der Ruhephase sind, kommt es dazu, dass es durchschnittlich vier bis acht Sitzungen mit Abständen von rund vier Wochen, je nach Haartyp, Menge der Haaren und der Große der behaarten Fläche, nötig sind. Das Gute ist, diese Technologie kann man auch zu Hause anwenden.

Nadelepilation (auch Elektro-Epilation genannt).

Die Methode hat viele lange Jahre auf dem Buckel. Unglaublich, dass seit dem Jahr 1875, in dem sie erstmals praktiziert wurde, sie bis heute als das einzige offiziell anerkannte Verfahren der permanenten Haarentfernung gilt. Die Nahrungs- und Medizinverwaltung der Vereinigten Staaten (FDA), die dem amerikanischen Gesundheitsministerium untergeordnet ist, hat sie für dauerhafte Haarentfernung zugelassen.

Diese Methode hat die besten Gesamtergebnisse vor allen anderen Methode für das Befreien von Haaren gezeigt. Dies bestätigen auch die Stiftung Warentest (2005) und Öko-test (2010) in Deutschland. Die Lasermethoden wurden dagegen nur als dauerhafte Behaarungsverringerung zugelassen.

Obwohl die Methode sehr zeitaufwendig und mühsam ist, passt sie, im Unterschied zur den oben genannten Licht-Methoden, für jeder Haut- und Haarfarbe und kann sogar bei blonden und grauen Haaren sowie gebräunter Haut angewendet werden.

Elektro-Epilation gibt es in drei Ausführungen: Elektrolyse, Thermolyse und Blend-Methode.

Alle der funktionieren mit Strom. Bei allen diesen Methoden wird eine feine sterile Nadel-Sonde, die den dosierten Strom leitet, in jeden einzelnen Haarkanal nach und nach eingeführt. Eine elektro-chemische Reaktion bzw. Thermokoagulation verödet dann die Haarwurzel. Nachbehandlungen sind zu erwarten.

Elektrolyse:

Sie ist das ursprüngliche Verfahren der Elektroepilation, das nur mit dem Gleichstrom durchgeführt wird. Durch bestimmte elektrochemische Reaktion entsteht eine Lauge, die das Innere der Haarfollikel zerstört und damit der Haarwuchs verhindern soll.

Thermolyse:

Hier wird hochfrequenter Wechselstrom angewendet, die Sonde im Gewebe wird damit erhitzt und als Resultat verödeten dann die Wachstumszellen. Dieser Prozess dauert nicht länger als eine Sekunde, dass das Behandeln schneller macht und sich an den größeren Flächen in einer Sitzung ausführen lässt. 

Blend-Methode:

Dies ist eine Kombination von den beiden ersten Verfahren, Elektro- und Thermolyse, wobei ein Zusammenspiel aus dem Gleich- und Wechselstrom die zerstörerische Wirkung der erhitzten Lauge auf umliegenden Zellen verstärkt.

Welche Methode ausgeführt wird, liegt an der Beurteilung der professionellen Fachkräfte. Sie schätzen den Zustand der Haare, die Empfindlichkeit der Haut und andere relevante Faktoren auf Grund ihrer Erfahrung und ihres Wissens ein. Ihre präzise und konzentrierte Arbeit ist der Schlüssel zur einer erfolgreichen Epilation.

Allgemein gilt nach der Epilation:

– man sollte alle unnötigen Reize wie Sonne und Solarium oder Schwitzen vermeiden,

– aus Hygienischen Gründen nicht in die Sauna und Schwimmbad gehen.

All die Techniken der dauerhaften Haarentfernung sind kostspielig, können schnell noch teurer werden, da die Zahl von Sitzungen nicht sofort festzulegen und somit sehr individuell ist. Daher wäre eine Beratung im Vorfeld bei einem seriösen Anbieter empfehlenswert. Die Verfahren der langanhaltenden Haarentfernung haben mit komplizierten Technologien zu tun. Da die falsche Anwendung zu Risiken führen kann, sollte man sich wegen möglichen Nebenwirkungen und deren Folgen beraten lassen bzw. genau den Betriebsanleitungen der Geräte folgen.

In Deutschland wurde im Jahr 2011 festgelegt, dass ‚dauerhafte Haarentfernung‘ nicht ‚immer während‘ bedeutet. Da es in der Haut viele „schlafende Haarzellen“ gibt, kann es zu erneutem Haarwuchs führen, wenn die durch hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente aktiviert werden.

Egal zu welcher Methode der Enthaarung man auch greift, immer wird die Haut mit in die Leidenschaft gezogen, ihre Schutzbarriere wird verletzt und die Mikrowunden stellen dabei eine offene Tür für Infektionen und Bakterien dar. Aus diesen Gründen ist Hygiene während und nach der Behandlung sehr wichtig.